Wie wir unseren Kleiderschrank leeren und unsere Seele beflügeln

Ich habe die letzte Woche genutzt, um endlich Platz zu schaffen. Und zwar in meinem Kleiderschrank. Nachdem kein Bügel mehr für meine neue Bluse frei war, sagte mir mein Freund, ich solle meinen Schrank mal aussortieren. Es sind einfach zu viele Klamotten, um sie alle zu tragen. Oder besser gesagt, um sie alle mit Freude zu tragen. Sicherlich befinden sich viele Klamotten darin, die ich ewig nicht mehr angezogen habe. Ich wusste, er hatte Recht. Ich musste aufräumen! 

Einen Kleiderschrank voller Klamotten, aber nichts zum Anziehen.

Wer kennt dieses Problem nicht? Ein Girlboss! Sie hat ihren Kleiderschrank sortiert. Damit meine ich nicht, dass die Kleidung nach Farben oder Materialen sortiert ist. Sie ist vielmehr aufgeräumt und ausgemistet. So ist genug Platz für jedes einzelne Teil und du hast eine viel bessere Übersicht über all deine Schätze.

Wenn du genau im Kopf hast, was in deinem Schrank hängt, fällt die Auswahl leichter und du kannst dir besser vorstellen, wie dein Outfit aussehen könnte. Wenn dein Schrank aus allen Nähten platzt und alles herumfliegt, ist es nicht so leicht sich zu überlegen, was man anzieht. Womöglich muss man einige Sachen vorher erneut bügeln, bevor man sie überhaupt tragen kann.

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Ein aufgeräumter und sortierter Kleiderschrank hilft nicht nur dabei, sein Outfit schneller und besser zu wählen. Er hilft auch dabei, dass man sich freier und leichter fühlt. Das gilt nicht nur für den Kleiderschrank, sondern für alle Räume in der Wohnung. Zu viele Dinge können uns belasten anstatt glücklich machen. Hat man sich erst einmal von alten Sachen getrennt, kann das wirklich befreiend und zufriedenstellend wirken. Der Kopf ist frei und die Gedanken haben Platz.

Doch sich von Klamotten zu trennen, ist manchmal gar nicht so einfach.

5 Tipps, wie du deinen Kleiderschrank auf Vordermann bringst

 

1. Wenn das Geld winkt

Mit gut erhaltener Kleidung kannst du Geld verdienen. Wenn du dir das vor Augen hältst, ist es gar nicht mehr so schlimm, die Dinge abzugeben. Wenn du einige Sachen einfach nicht mehr trägst, sie aber beispielsweise von einer Marke wie Adidas, Michael Kors oder Thommy Hilfiger sind, hast du Glück! Diese wirst du auf Flohmärkten, bei Kleiderkreisel, eBay oder anderen Portalen sehr schnell los.

 

2. Schon beim Kauf auf die Qualität achten

Dieser Tipp ist leichter gesagt, als getan. Gute Qualität zu erkennen, ist manchmal gar nicht so leicht. Einmal sind es die Verarbeitung der Nähte und die Funktionstüchtigkeit der Reißverschlüsse. Zum anderen spielen gute Stoffe eine entscheidende Rolle. Ein angenehmer Stoff ist nicht unbedingt ein Indiz für Qualität. Am besten ist es, immer im Schildchen nachschauen, dass der Baumwoll-, Woll-, Kaschmir- oder Leinenanteil hoch ist. Polyester, Polyacryl oder Elasthan hingegen sollten nur in geringen Mengen oder gar nicht vorkommen. Hierbei handelt es sich nämlich um chemische Stoffe, in denen man leicht schwitzt. Ich persönlich habe lieber etwas weniger Kleidung, die einigermaßen hochwertig ist, als viel zu viele minderwertige Kleidung.

 

3. Eins her, eins weg

Nehmen wir an, dass du bereits zig Hosen besitzt. Dann kannst du dir bei jeder neuen Hose eine alte Hose aus dem Schrank nehmen, die du sowieso nicht mehr trägst und verkaufen oder verschenken. So quillt dein Schrank nicht über und du
hast immer die beste Auswahl darin liegen.

 

4. Für einen guten Zweck abgeben

Ich persönlich finde abgeben immer etwas leichter, wenn man weiß, dass man damit Gutes tut. Entweder bekommen meine alten Kleider Bekannte von mir, die jünger sind als ich. Sie freuen sich immer sehr darüber. Oder ich gebe sie an Hilfsstellen, die meine Kleidung an bedürftige Menschen weitergeben.

 

5. Selber Hand anlegen

Schaue dir deine alten Sachen noch einmal an und überlege dir, was dich daran stört. Kann man die Teile vielleicht noch mit Patches oder Button aufpeppen? Vielleicht auch kürzer oder enger nähen? Damit kannst du aus vermeintlich alten Sachen noch eine Menge herausholen und musst nicht gleich alles abgeben.

 

Haben wir unseren Kleiderschrank erst einmal aussortiert und aufgeräumt, ist endlich wieder Luft zum atmen da. Übrig geblieben sind nur noch die besten Teile aus unserer privaten Kollektion. Darauf können wir wirklich stolz sein und uns  darüber freuen, so tolle Kleider zu besitzen. Sie passen alle zueinander und ergeben unseren eigenen Stil.

Einen eigenen Stil und eine schöne Garderobe ist das Ziel jedes Girlboss. Wir sollten aber nicht vergessen, welch ein großes Privileg es ist, dass viele von uns so viel Kleidung besitzen. Davon konnten unsere Eltern und Großeltern damals nur träumen. Geschweige denn von all den ärmeren Menschen, die es nicht einmal wagen, davon zu träumen. Wir sollten dankbar sein, für alles was wir haben und pfleglich mit unseren Sachen umgeben. Und bevor wir sie wegschmeißen, sollten wir an alle denken, die sich darüber freuen. Also lieber verschenken, als in den Müll zu werfen.

 

Haben euch die Tipps geholfen? Wie oft im Jahr/Monat räumt ihr euren Kleiderschrank auf? Habt ihr Tipps? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten! Schreibt mir jetzt in den Kommentaren.

Women empower Women, 

eure Kati

 

 

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