Instagram: Schadet das Soziale Netzwerk der Psyche?

Ich scrolle durch den bunten Feed aus Bildern, Videos und Werbeanzeigen. Eine schöne Frau folgt der nächsten, genau wie nagelneue Kleider und Beautyprodukte, die mich in ihren Bann ziehen. Für die nächste halbe Stunde bin ich verschwunden.

Ich bin verschwunden in der bunten Selbstdarstellungs- und Konsumwelt von Instagram. Ob es danach besser geht? Naja, es kommt drauf an…

 

Studienergebnisse über Instagram

Eine britische Studie mit 1500 Probanten hat jetzt herausgefunden, dass Jugendliche im Alter von 14 bis 24 auf Instagram am meisten unter Angststörungen, Depressionen oder FOMO, der ständigen Angst, etwas zu verpassen leiden.

Damit schneidet Instagram von allen Social Media Plattformen am schlechtesten ab. Die Studie berücksichtigte die fünf größten Social Media Kanäle Instagram, YouTube, Snapchat, Twitter und Facebook. YouTube schneidet im Vergleich am besten ab. Zwar bekam Instagram besonders viele Punkte für das Ausleben der eigenen Individualität und für die Selbstdarstellung, wird aber auch mit einem höheren Level an Ängsten, Depressionen, FOMO und Mobbing assoziiert. Obwohl alle Plattformen schlechte Bewertungen erhielten, schnitt Instagram besonders schlecht ab.

Das ständige Vergleichen setzt Jugendliche massiv unter Druck. Ständig bekommt man zu Gesicht, wie perfekt das Leben der anderen zu sein scheint. Die Royal Society fordert deswegen Warnhinweise, wenn eine gewisse Nutzungsdauer überschritten wird und die Kennzeichnung von Bildern, die mit einem Bearbeitungsprogramm bearbeitet wurden, um den Jugendlichen kein falsches Körperbild zu vermitteln.

 

Meine Erfahrung mit Instagram

Ich muss sagen, dass meine Erfahrungen nicht so erschreckend ausfallen wie die Ergebnisse der Studie. Trotzdem kann ich die Ergebnisse in einigen Punkten absolut verstehen. Ich fühle mich besonders dann schlecht, wenn ich mehr als eine Stunde pro Tag auf Instagram verbringe und mich sozusagen in den „Sog“ ziehen lasse, völlig die Zeit vergesse und sinnlos Profile durchstöbere.

Außerdem habe ich aufgehört, vielen Bloggern zu folgen. Ein paar meiner Lieblinge sind noch dabei, aber das sind nur noch eine Handvoll, die ich alle persönlich kennengelernt habe. So weiß ich nämlich, wie sie in echt aussehen, sprechen und sich artikulieren. Dann merkt man, dass wir alle nur Menschen sind und keiner perfekt ist. Das macht es schwieriger, sich auf Instagram zu sehr blenden zu lassen.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich durch Instagram jede Menge cooler Mädels, Kooperationspartner, Freunde, Fotografen und Girlbosses kennengelernt habe, die ich ohne die Plattform nie kennengelernt hätte. Und genau das ist auch mein Ziel: Statt sinnlos weiter zu scrollen, möchte ich Menschen kennen lernen und im besten Fall eine so gute Beziehung aufbauen, dass man sich auch mal im echten Leben trifft. Wenn bei Instagram echte Connections entstehen, die mich weiterbringen und mir Freude bereiten, will ich Instagram nicht missen.

Zuletzt habe ich auch das Ziel, mit meinem Content zu helfen und zu bereichern. Ich habe schon so viele Nachrichten von anderen Girlbosses bekommen, dass ich sie mit einem Zitat, meinem Girlboss-Guide oder einem Artikel wirklich weitergeholfen habe. Wenn ich Menschen also begeistern kann und ihnen wirklich einen Mehrwert biete, ist mein Ziel ebenfalls erfüllt. Ich sehe mich dann nicht mehr nur als passiver Konsument, sondern kann selbst etwas (Positives) bewegen.

 

Meine Lösung

Neben allen negativen Eigenschaften hat Instagram auch seine guten Seiten. Meiner Meinung nach muss man aber wirklich vorsichtig sein, wie viel Zeit man dort verbringt, wem man folgt und immer im Hinterkopf behalten, dass ALLES inszeniert ist. Sobald man merkt, dass man sich vergleicht oder dass die Laune in den Keller sinkt, sollte man das Handy zur Seite legen, Abstand gewinnen und etwas anderes machen. Und sich beim nächsten Mal erneut auf ein Ziel konzentrieren: Menschen mit deinem Content bereichern und Connections aufbauen. Zumindest ist das meine Strategie, wie ich mich nicht durch Instagram runterziehen und krank machen lasse.

Was hältst du von dem Thema? Was bedeutet Instagram für dich und erzeugt das Netzwerk manchmal ein schlechtes Gefühl bei dir? Ich bin gespannt!

 

Women empower Women,

Kati

 

 

 

 

 

 

 

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