Natalie Brüne, Gründerin von Capskeeper: „Das Leben belohnt mutige Menschen“

(Copyright: Saskia Töpfer von Lucky8productions, Design: Koshka Studio)

 

Katharina: Liebe Natalie, wie schön, dass du dabei bist. Erzähle und doch zunächst etwas von dir? Wer bist du, was machst du und welches Projekt begeistert dich zurzeit am meisten?

Natalie: Ich bin Natalie Brüne, 28 Jahre alt und in Düsseldorf geboren und groß geworden. Aktuell promoviere ich an der Heinrich-Heine-Universität im Bereich Entrepreneurship Education im Kindheits- und Jugendalter. Neben der Promotion arbeite ich an meinem zweiten Startup Capskeeper und gebe meine Gründungserfahrung und das Wissen, das ich aus meiner Forschung gewinne, über meinen Podcast „Startup Schule“ (Anm. d. Red.: Bei Itunes und Spotify) weiter.

 

Katharina: Was war für dich der letztendliche Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen? Da gehört ja schon ein wenig Mut zu. 

Natalie: Ich bin der festen Überzeugung, dass es ein zutiefst menschliches Bedürfnis ist, etwas Eigenes zu kreieren und dass es eine Verpflichtung für jeden von uns ist, das, was man so richtig gut kann, hinaus in die Welt zu tragen. Ich war immer schon sehr kreativ und hatte ständig neue Ideen. Spätestens als ich gemerkt habe, dass ich mit meinen Geschäftsideen Menschen helfen kann, begeistern und mitreißen kann, war mir klar, dass ich nichts anderes mehr machen möchte.

Und na klar gehört Mut dazu, mit der eigenen Idee raus zu gehen. Das ist ein richtiger Schritt aus der Komfortzone! Und ich habe ständig Zweifel gehabt und stecke auch heute noch mitten in einem Lernprozess, mich jeden Tag aufs Neue rauszutrauen. Aber wenn man erst einmal merkt, dass die ersten Schritte Früchte tragen und eine Erfüllung mit sich bringen, gibt es kein Zurück mehr. Wenn man einmal mutig war, macht man es immer wieder.

 

Das Leben belohnt mutige Mensch, das ist ein Fakt!

 

Katharina: Was bedeutet Erfolg für dich?

Natalie: Erfolg bedeutet für mich, tagtäglich meiner Leidenschaft nachzugehen, morgens aus dem Bett zu hüpfen, weil Alles so viel Spaß macht und noch viel wichtiger: zu sehen, wie ich anderen Menschen einen Mehrwert bieten kann.

 

Katharina: Wer ein eigenes Start-Up gründet, braucht eine zündende Idee. Wie bist du auf die Idee gekommen, Capskeeper zu gründen?

Natalie: Ich bin gar nicht mal der Meinung, dass es eine zündende Idee sein muss. Für mich war es auch nicht der Fall, dass ich mich hingesetzt und ein Brainstorming gemacht habe, um eine Geschäftsidee, die funktionieren könnte, zu entdecken. Vielmehr ist Capskeeper auf meine eigene Geschichte und ein eigenes Bedürfnis, das ich hatte, zurückzuführen.

Ich selbst habe lange Zeit den Bezug zum Hier und Jetzt verloren, stattdessen über Vergangenes gegrübelt oder mir Sorgen um die Zukunft gemacht. Dabei hatte ich mich selbst verloren, hatte vergessen Verantwortung für mich und mein eigenes Leben zu übernehmen. Eines Tages bin ich aufgewacht… Ich habe beschlossen, jeden Moment voll auszukosten.

Mir wurde aufgezeigt, dass das Leben ein Geschenk ist und von jetzt auf gleich zu Ende sein kann. Fortan habe ich keine Gelegenheit verstreichen lassen, Lebensmomente zu sammeln. Ich habe außerdem beschlossen, zur besten Version meiner selbst zu werden. Ich erinnere mich daran, einen Brief an mein zukünftiges Ich geschrieben zu haben. Diesen Brief besitze ich leider nicht mehr. Das finde ich wirklich schade und habe mich gefragt, wie es wäre, wenn ich diesen Brief heute (Jahre später) bekommen würde.

Für mich wäre es eine unendlich Freude zu sehen, welche Entwicklung ich durchgemacht habe. Ich würde sicherlich zur Erkenntnis kommen, dass ich heute in das Gesicht dieses zukünftigen Ichs, das ich mir damals ausgemalt habe, schaue, wenn ich morgens vor dem Spiegel stehe. “Mit einer Zeitkapsel, die mir meine gesteckten Ziele, Lebensmomente etc. in der Zukunft zurückbringt, wäre Alles einfacher” – war damals mein Gedanke und die Idee für Capskeeper war geboren! Meine besten Freundinnen und ich haben dann auch gleich einen „Prototyp“ für die Silvestervorsätze ausprobiert.

 

 

Copyright: Saskia Töpfer von Lucky8productions, Design: Koshka Studio

 

 

Katharina: Wie kriegst du alles unter einen Hut? Der Job an der Universität, die Startup-Schule und jetzt noch Capskeeper? Hast du Tipps, wie man seine Zeit gut einteilt?

Natalie: Das ist spannend, denn das werde ich immer wieder gefragt. Das Geheimnis hinter dem „Multitask-Leben“, das ich führe, ist sicherlich, dass Alles ineinander greift. In der Forschung bewege ich mich auf einem Gebiet, das mir sehr viel Spaß macht und mir bei meiner Recherche für den Startup Schule Podcast weiterhilft. Die Recherche wiederum ist auch sinnvoll für meine eigene Gründung. So verhält es sich auch mit den Interviews, die ich mit erfolgreichen Gründer/innen für die Startup Schule führe. Ich lerne aus jedem einzelnen Gespräch für die eigene Gründung.

Auch wenn sich das jetzt einfach anhört: Es steckt sehr viel Zeitinvestition darin. Ich habe mich dazu entschieden, ein außergewöhnliches Leben zu führen und zuzulassen, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verblasst. Daher arbeite ich im Prinzip rund um die Uhr. Das Schöne ist aber, dass das, was ich neben dem Job an der Uni, d.h. abends und am Wochenende mache, keine Arbeit für mich ist.

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Um das zu erreichen, kann ich nur empfehlen, auf sein Herz zu hören, seine Leidenschaft zu finden und dieser Leidenschaft dann im richtigen Umfeld nachzugehen. Ich arbeite mit wunderbaren Menschen zusammen, die alle mehr vom Leben wollen, und habe somit nie das Gefühl,

Ein zweiter Punkt, den ich immer gerne nenne ist: Wir haben alle Zeit der Welt! Jeder Mensch sollte sich einfach mal für ein paar Minuten hinsetzen und reflektieren, womit er/sie die meiste Zeit am Tag verbringt. Wenn wir dann ganz ehrlich zu uns sind, wird auffallen, dass die Zeit (z. B. um eigenen Projekten nachzugehen) doch mehr als reichlich vorhanden ist, wir müssen nur die Prioritäten anders setzen.

 

Katharina:Was sind deine Geheimnisse, eine authentische und erfolgreiche Marke aufzubauen?

Natalie: Baue deine Marke auf deiner eigenen Geschichte, deinen eigenen Bedürfnissen auf. Zeige den Menschen, wie sehr du hinter deiner Marke stehst. Dein Produkt oder deine Dienstleistung sollte dir selbst dabei geholfen haben, den Weg zu gehen, den du gegangen bist. Menschen werden sich dann mit dir identifizieren. Es ist so wichtig, auch über die Dinge zu sprechen, die nicht so rund laufen und nicht perfekt sind. Vielleicht hast du eine ganz besondere Entwicklung durchgemacht? Menschen möchten wissen, wie du das geschafft hast! Und sie möchten aus deinen Erfahrungen lernen.

Mir ist es wichtig eine Marke aufzubauen, weil ich damit einen Mehrwert für andere Menschen schaffen kann. Das ist etwas anderes, als die Marke aus finanziellen Gesichtspunkten, extrinsischer Motivation, aufzubauen. Wenn du intrinsisch motiviert bist, werden all‘ deine Leidenschaft und deine Hingabe in die Marke einfließen. Der Erfolg folgt dann wie von selbst.

 

Katharina: Was tust du, um im Alltag ausgeglichen zu bleiben? Hast du Tipps?

Natalie: Ich treffe jeden Morgen aktiv die Entscheidung, dass ein guter Tag vor mir liegt. Dazu habe ich mir antrainiert, dass der erste Gedanke, den ich fasse, positiv ist und mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Meistens wirkt das dann den ganzen Tag über. Wenn ich merke, dass ich im Laufe des Tages doch mal aus der Balance gerate, ziehe ich mich kurz zurück und besinne mich ganz auf mich und meinen Atem.

Ohnehin meditiere ich sehr gerne. Das hilft mir ganz im Hier und Jetzt anzukommen! Und dankbar zu sein. Dankbarkeit für Alles, was ist, stellt für mich einer der größten „Game Changer“ dar. Dankbarkeit, du kannst sie jederzeit und überall abrufen, verdrängt alle negativen Gefühle, Ängste und Sorgen. Um ausgeglichen zu bleiben, richte ich meinen Fokus also ganz bewusst auf Dinge, für die ich dankbar sein kann und wenn es nur der Apfel ist, den ich gerade zum Frühstück hatte.

Wenn mir Alles zu viel wird, dann mache ich Sport um den Kopf frei zu bekommen. Bewegung löst positive Emotionen aus und führt dazu, dass du noch mehr positive Erlebnisse in dein Leben ziehst.

 

Katharina: Was ist dein Lieblingsbuch/-film/-podcast, das dich persönlich oder beruflich weitergebracht hat?

Natalie: Ich bin ein ganz großer Fan von Podcasts. Regelmäßig höre ich den „Bewohnerfrei Podcast“ von Tobias Beck. Ebenso empfehle ich den „Classy Confidence“-Podcast von meiner guten Freundin Lea Ernst.

Ich liebe das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. Außerdem alle Bücher von Leo Buscaglia.

 

 

Insgesamt bin ich aber der Überzeugung, dass es viel wichtiger ist, rauszugehen und all‘ das Wissen aus Büchern, Podcasts und Videos anzuwenden! Sonst bleibt es reine Philosophie und es ändert sich nichts. Daher meine Empfehlung: In die Umsetzung kommen! Die Komfortzone verlassen! Wann gelingt mir das am besten? Im richtigen Umfeld, mit den richtigen Menschen.

 

Katharina: Hast du ein Lieblingszitat? Wenn ja, welches?

Natalie: Ich habe sogar 3:

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did so. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.“ – Marc Twain

 

„Those who are certain of the outcome can afford to wait, and wait without anxiety“ – Kenneth Wapnick

 

„If you’re willing to see things differently, they become different“ – Oprah Winfrey

 

 

Katharina: Was würdest du einer jüngeren Natalie mit auf dem Weg geben?

Natalie:  …dass sie sich bloß eine Capskeeper Zeitkapsel zulegen soll und ein Brief an ihr zukünftiges Ich schreiben soll. (lacht) Spaß beiseite! Ich würde sie in den Arm nehmen und ihr sagen, dass Alles gut ist und sie sich keine Sorgen machen muss, da sich Alles ganz genauso entwickeln wird, wie sie es sich wünscht.

 

Katharina: Wer oder was ist dein Vorbild? Was inspiriert dich?

Natalie: Ich habe ein ganz bestimmtes Bild in meinem Kopf, wenn ich an mein zukünftiges Ich denke. Nach diesem Vorbild lebe ich so gut es geht, jeden Tag! Externe Vorbilder sind erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, wie beispielsweise Marie Forleo, Delia Firscher (Westwing), Richard Branson. Inspiriert werde ich regelmäßig durch die Arbeit von Tony Robbins, Russell Brunson, Tobias Beck, Laura Seiler u.v.m. Ich liebe es zu sehen, wie hinter der Tätigkeit all‘ dieser Menschen ein großes „Warum“, eine große Vision steht.

 

Copyright: Saskia Töpfer von Lucky8productions, Design: Koshka Studio

 

Katharina: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Natalie: Ich launche ja gerade die Crowdfunding Kampagne für mein Startup Capskeeper (www.startnext.com/capskeeper) und möchte das Unternehmen sehr bald groß machen. Der Plan ist, dass in fünf Jahren keine Hochzeit mehr ohne Capskeeper Zeitkapseln stattfinden wird. So wie es dazu gehört, am Polterabend Geschirr zu zerschmeißen, wird es am Tag der Hochzeit dazu gehören, eine Zeitkapsel zu befüllen.

Außerdem ist der Plan, dass in fünf Jahren kein Seminar mehr ohne Capskeeper Zeitkapseln stattfinden wird. So wie es im Rahmen einer Weiterbildung dazu gehört, Ziele aufzuschreiben, wird es bei einem Seminar dazu gehören, eine Kapsel mit den aufgeschriebenen Zielen zu befüllen.

In 5 Jahren wird es eine riesig große Capsholder Community geben. Eine Community, die aus Menschen besteht, die ihre Lebensmomente feiert, festhält, aufleben lässt und der es wichtig ist, gesteckte Ziele ambitioniert zu verfolgen.

Ich würde mich freuen, in den nächsten 5 Jahren ganz viele Menschen zum Lächeln zu bringen und ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Zeitkapseln nutzen und vor allem wie sie die Zeitkapseln für sich nutzen.

Außerdem werde ich meine Doktorarbeit zu Ende schreiben und im Anschluss ein erstes eigenes Buch veröffentlichen. Die Startup Schule werde ich weiter verfolgen, um meine eigenen Erfahrungen auch zukünftig an ganz viele Menschen weiterzugeben.

 

Katharina: Lieben Dank Natalie, ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem Weg?

 

Copyright: Saskia Töpfer von Lucky8productions, Design: Koshka Studio

 

Du willst Natalie Brüne und ihr Start-Up Capskeeper näher kennenlernen? 

Crowdfunding Kampagne

https://www.startnext.com/capskeeper

 

Website

www.capskeeper.com

 

Podcast

Startup-Schule – Der Podcast für dein Business und Entrepreneure des eigenen Lebens

 

Instagram

@startup_schule

 

Facebook

@CAPSKEEPER

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