Mona und Julia von Langhaarmädchen: „Mit Liebe und Respekt kommt man weiter“

(Copyright: Jonas Blank)

Kati: Liebe Julia und Mona. Ihr habt Langhaarmädchen ins Leben gerufen. Was genau können wir uns darunter vorstellen und wie seid ihr zu dieser Idee gekommen?

LHM: Mit Langhaarmädchen wollen wir vor allem Mädels inspirieren und motivieren, ihren eigenen Wert zu erkennen und ihr Potenzial auszuschöpfen.

Wir folgen als Friseurmeister und Hair & Make-up Artists gerade einfach unserer Begeisterung von langen Haaren und haben uns als mobile Stylisten auf Haarstyling spezialisiert. Deutschlandweit sind wir bald auch in unserem eigenen Stylingbus auf Events unterwegs, um mit Vollgas unsere Leidenschaft zu teilen, weiter zu helfen, uns selbst zu verwirklichen, Power raus zu hauen, Freude zu schenken und auf unsere Art Liebe zu geben.

Entstanden ist Langhaarmädchen durch unsere Visionärin Mona, die sich 2015 auf ihrer Weltreise mal ernsthaft gefragt hat, mit was sie sich und andere am liebsten glücklich machen würde. Ich, Julia, bin meinem Herzen gefolgt und spontan als Managerin mit eingestiegen.

Seit dem explodiert unsere gemeinsame Energie und wir leben immer mehr das Leben, wie es sich für uns richtig anfühlt. Dafür sind wir unfassbar dankbar! Sharing is Caring, deshalb teilen wir gerne unser Motto: „Folge deiner Begeisterung!“

 

Copyright: Jonas Blank (Blaenksen)

 

Kati: Was ist für euch die wichtigste Eigenschaft eines Girlbosses?

LHM: Der Glaube an sich selbst! Also Selbstbewusstsein, denn Angst ist ein Intuitionskiller und hindert dich daran auf dein Gefühl zu hören.

Zweitens: Beharrlichkeit! Die Eigenmotivation, alle Dinge anzunehmen wie sie sind, niemals aufzugeben und Lösungen zu finden!

Und drittens: Liebe und Respekt gegenüber jedem! Behandle alle so, wie du selbst behandelt werden willst. Gib, was du kannst, denn alles kommt irgendwie zurück.

 

Kati: Was mögt ihr am liebsten an eurem Job und was am wenigsten?

LHM: Dass wir es nicht als Job sehen müssen, sondern als Selbstentfaltung und es noch dazu als Freundinnen teilen dürfen!

Es ist nicht immer leicht gegen den Strom und vielen Gesellschaftsgedanken zu schwimmen und sich seinen eigenen, noch nicht da gewesenen Weg zu bahnen. Allerdings  lohnt es sich zehnfach.

 

Kati: Habt ihr Tipps für das Zusammenarbeiten mit guten Freunden? Wie schafft ihr es, auch im Business ein gutes Team zu sein?

LHM: Mit Liebe und Respekt, klingt ziemlich girly, ist aber so. Und durch Unkompliziertheit: Keine Energie verschwenden für unnötige Zickereien. Und drittens nehmen wir unser Ego zurück. Man sollte sich mal easy zurück nehmen können, sich nicht zu wichtig nehmen und sich in den anderen hineinversetzen können.

Der vierte Punkt ist egoistisch sein. Das klingt zwar widersprüchlich, wer das allerdings versteht, hat viel gewonnen. Jeder braucht seinen Freiraum, jeder hat eigene Vorstellungen von sich und dem Leben. Einander das zu geben und zu verstehen, schafft aus dem Egoismus heraus Zusammenhalt.

Auch Ehrlichkeit und Vertrauen sind uns sehr wichtig. Immer wieder fragen wir uns gegenseitig, was wäre gerade dein Idealfall? Dein idealer Tag? Was macht dich glücklich? Wo kann ich an mir arbeiten?

Bei uns sind das glücklicherweise alles Dinge, die uns nicht schwer fallen, weil wir uns wohl gesucht und gefunden haben, aber auch täglich an uns „arbeiten“ und uns mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, um sich und sein Umfeld besser zu verstehen und dem Leben so mehr Leichtigkeit geben zu können.

 

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Kati: Danke für die ausführliche Antwort. Was sind eure Zukunftspläne und was wollt ihr beruflich noch erreichen?

LHM: Vor exakt zwei Jahren stand Monas Vision schon fest: Langhaarmädchen soll die erste Beauty Brand mit Herz und Persönlichkeit werden. Einfach mal die Welt bereichern und am besten noch mit eigens entwickelten Produkten arbeiten zu können. Viel dürfen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, aber es passieren hier gerade unfassbare Dinge für uns.

 

Kati: Mit welchen Schwierigkeiten hattet ihr bei der Gründung eures Business zu kämpfen? Und wie habt ihr sie gemeistert?

LHM: Die größten Trottel sind wir, wenn es um Zahlen, Daten, Fakten und Bürokratie geht. (lacht) Aber auch das haben wir gemeistert. Indem man eben zugibt, dass man nicht alles können muss und gewisse Dinge einfach abgeben sollte. Hier haben wir glücklicherweise tolle Unterstützung von unseren Eltern und Freunden.

 

Kati: Welche Tipps würdet ihr Frauen geben, die auch in die Selbstständigkeit gehen wollen?

LHM: Dein Unternehmen ist 80 Prozent deiner Persönlichkeit. Setze dich zu aller erst mit dir selbst auseinander, um zu wissen, was du wirklich willst. Je mehr es deinem tiefsten Verlangen und deiner Leidenschaft entspricht, desto sicherer kannst du sein, dass es klappen wird beziehungsweise du immer die Energie für eine Lösung finden wirst.

Unser Tipp: Setze dir genaue Ziele und definiere Kurz-, Mittel-, und Langzeitziele. Folge deinem Gefühl und lerne bewusst darauf zu hören. So bleibst du offen für Richtungswechsel. Immer wieder neu zu überdenken ist das A und O.

Außerdem ist es wichtig, dir zu vertrauen. Du spürst, dass da mehr auf dich wartet? Genial! Das ist es, was uns antreibt und uns Vertrauen in die Zukunft gibt ohne es in Worte fassen zu können. Aber sei nicht zu streng mit dir selbst. Es gibt keine Fehler: Jede Situation gibt Potenzial um zu lernen.

Habe Spaß am Lernen und Wachsen. Egal ob Persönlichkeitsentwicklung oder Stoff um deine Expertise zu steigern, bleib einfach dran.

 

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Kati: Wer sind eure Vorbilder und warum?

LHM: Unser Braintrust, wie wir es nennen, ist ein ständig wechselnder Mix aus Menschen, die uns flashen und uns das Leben mit ihren Erfahrungen erleichtern. Von Laura Seiler, über Bodo Schäfer und Eckart Tolle, Dalai Lama bis Julian Zietlow.

Am wichtigsten ist es zu verstehen, das jeder Mensch eine Bereicherung ist! Jeder kann irgendetwas besser als du. Deshalb zählen wir auch Familie und Freunde zu unseren Vorbildern. Wir lieben es, die Stärken in anderen zu erkennen, zu feiern und im besten Fall anzunehmen.

 

Kati: Mona, du bist bereits viel herumgekommen. Was hast du aus deinen Reisen mitgenommen?

Mona: Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis ist, dass egal wo du hingehst und vor allem egal wie weit du weg gehst, du deine Problemchen immer mit nimmst. Deshalb ist es so wichtig, sich mit sich und seiner Gefühlswelt zu beschäftigen und nicht davor zu flüchten.

Wir haben so oft das Verlangen nach mehr, zum Beispiel mehr Schönheit, mehr Dinge, mehr Freiheit. Wir dürfen allerdings verstehen, dass das der absolute Killer ist um glücklich zu sein. Deshalb versuche ich mich immer mehr auf die Dinge zu fokussieren, die bereits da sind und wenn du gesund bist, hast du schon so viele Gründe um glücklich zu sein. Das ist übrigens meine ständige Challenge, die ich besonders bei Vipassana, einer zehn Tage Schweigemeditation, gelernt habe.

Mit das Schönste am Reisen ist wohl immer das„ nach Hause kommen“. Es ist extrem bereichernd, denn du schaffst es viele Dinge wieder mehr zu schätzen und vor allem vieles aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Nach Hause zu kommen bedeutet alles Gelernte zu verarbeiten und umzusetzen.

 

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Kati: Was macht ihr, um euch persönlich und beruflich weiterzuentwickeln? Habt ihr gewisse Rituale oder Tipps?

LHM: Wir verstehen immer mehr, dass die beiden Themen stark ineinander fließen. Dir bringt die krasseste Expertise nichts, wenn du nicht weißt, wie du sie anwenden, einsetzen und mitgeben kannst.

Zugegebener Maßen schauen wir kaum TV mehr, was wir vor zwei Jahren noch für unvorstellbar gehalten hätten. Wir achten bewusster darauf, welche Dinge nur Ablenkungen vom wirklichen Leben sind. Wir haben einfach Spaß entwickelt wertvolle Bücher zu lesen, Podcasts zu hören und darüber lange, tiefgründige Gespräche zu führen. Allerdings macht es uns aber auch so Spaß, weil wir es bei Langhaarmädchen sofort umsetzen können und das ist es, was Wissen erst wertvoll macht.

Beruflich werden wir uns immer wieder gerne bewusst, dass es immer Menschen gibt, die besser sind als wir selbst. Eine gesunde Mischung aus „wir sind stolz auf das was wir können“ und „man hört nie auf zu lernen“ ist hier unsere Motivation. Wir lieben ausgewählte Online Kurse oder auch mal „nur“ Youtube.

 

Hauptsache man bleibt offen für Neues!

 

Kati: Was sind eure Lieblingsbücher, die euch weitergebracht haben?

LHM: „Freigeister leben leichter“ von Fabian Freigeist: Wie du dein Denken zum besten Freund machst!

Die Kunst seine Kunden zu lieben“ von Stefan Merath. Es gibt einfach zu verstehen, wie viel Mehrwert man seinen Kunden schenken darf.

Mögest du glücklich sein“ von Laura Seiler. Wir lieben auch ihren Podcast „Happy, holy & confident“.

 

 

Heirate dich selbst“ von Veit Lindau. Darum geht es, wie radikale Selbstliebe dein Leben verändern kann. Es ist einfach wichtig, mit sich selbst klar zu kommen und hilft dir dabei dich zu dem Menschen zu entwickeln, der du in der Lage bist zu sein.

Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch. Das Buch klingt für viele vielleicht erstmal abschreckend, aber schenkt Antworten, Leichtigkeit und Vertrauen in das Leben.

Gesetze für Gewinner“ und „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer.

 

 

Kati: Habt ihr ein Lieblingszitat?

Mona:

 

Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind – es sind die Dankbaren, die glücklich sind!

 

Kati: Ihr zwei seid sehr selbstbewusste und sympathische Persönlichkeiten. Wie kann an Selbstbewusstsein dazu gewinnen?

LHM: Nein, das ist nicht immer so. Jeder hat immer wieder Selbstzweifel und sein eigenes Päckchen zu tragen. Allerdings zu verstehen, dass es immer Wege gibt, um besser mit Situationen, Menschen und auch Gedanken umzugehen, ist das, was uns so stark macht.

Fang an dir und deiner Zukunft zu vertrauen.

 

Verstehe, dass nicht alles gut wird, sondern längst alles gut ist.

 

Sei dankbar, schätze alles bewusst und freue dich auf alles was kommt.

Wirklich greifbare Tipps, die uns sehr weiter geholfen haben, sind unter anderen ein Erfolgsjournal zu schreiben. Schreibe jeden Tag fünf Erfolge auf, was dir an diesem Tag gut gelungen ist. Sei es „nur“ ein Lächeln, das du bewirkt hast oder eine Situation, die dich wachsen lassen hat. Dein Gehirn fokussiert sich leider viel zu oft auf die Dinge, die schlecht gelaufen sind. Es ist nachgewiesen und wir können es bestätigen, dass sich dein Selbstbewusstsein nach einigen Wochen verstärkt. Du bist in vielen Dingen viel stärker, als du denkst.

Dankbarkeit hilft ebenfalls, selbstbewusster zu werden. In dem Moment, in dem du aufzählst, für was du alles dankbar sein kannst, kannst du phänomenalerweise keine Angst beziehungsweise negative Gedanken verspüren.

 

Copyright: Jonas Blank (Blaenksen)

 

Kati: Was ist euer großes Ziel und wo wollt ihr mit Langhaarmädchen noch hin?

LHM: Auch hier fällt es uns manchmal schwer in Worte zu fassen, welches sichere Gefühl von „Erfolg“ uns bei dieser Frage überkommt. Für uns liegt ein Gefühl in der Luft, dass es groß, bunt und bereichernd wird.

Was uns sehr am Herzen liegt, ist die derzeitige Planung einer eigenen Langhaarmädchen Stiftung. Denn am Ende ist uns bewusst, dass wir nicht mit Beautyprodukten die Welt verbessern wollen, sondern mit Langhaarmädchen eine positive Lebenseinstellung vervielfältigen wollen.

 

Kati: Wirklich ein tolles Projekt. Vielen Dank für eure Zeit ihr Zwei!

 

Ihr wollt Julia und Mona von Langhaarmädchen noch besser kennen lernen?

Instagram

@langhaarmaedchen

Facebook

Langhaarmädchen

Website

www.langhaarmaedchen.de

 

 

 

 

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2 Responses
  • Mama
    Januar 3, 2018

    Tolle Mädels, die 2…

    • Katharina
      Januar 4, 2018

      Finde ich auch!

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